24.9.18 1.10.18
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Setzers Abende

  • Wahrscheinlich hält der oberste Verfassungsschützer Maaßen auch die sogenannte Reichskristallnacht nur für eine Notwehrreaktion besorgter Bürger, und wäre er damals Innenminister gewesen, hätte Horst Seehofer wohl geseufzt "Die Juden sind die Mutter aller Probleme."

    Bei diesen Verfassungsbewahrern und Rechtsschützern bekommt man noch einmal eine Ahnung davon, warum der NSU ein Jahrzehntlang unentdeckt herummorden konnte, und der einzige Verdacht, den deutsche Kriminelle ... sorry: Kriminaler jemals hatten, richtete sich gegen - Türken. Jedenfalls solange, bis die beiden Uwes die einzig barmherzige Entscheidung ihres Lebens trafen und sich in einem Wohnmobil voller Indizienbeweise die Birne wegballerten. Und als Beate Schärpe ("Ich kenne keine Nazis, das weiß ich definitiv von Herrn Maaßen") dann voller Panik ihre Bude abfackelte, trotzdem noch für ein paar Tage abtauchen konnte, um sich dann zu stellen (!!! - selbst die konnten dieser gigantische Polizeiapparat nicht aufspüren!), da mussten sie alle widerwillig zugeben: Doch, stimmt, da ist was. Und schredderten erstmal eine Menge Akten, ließen Zeugen verschwinden und schwiegen vor den Untersuchungsausschüssen, was das Zeug hält.

    Und dann passierte - nichts. Die Nazisympathisanten in den Behörden konnten so effektiv mauern, dass bis heute nicht klar ist, wie viele Personen wirklich zum NSU gehörten.

    Die dummen Brüller, der Straßen-Proll, sind offenkundig ein Ost-Problem. Aber dass sie so prächtig gedeihen konnten, haben sie westlichen Politikern und Polizisten zu verdanken, die immer dort gerade wegsehen und Mittel kürzen, wo es darum geht, Nazi-Präsenz einzudämmen. Als 6000 Pogromwütige durch Chemnitz zogen, war die Polizei leider mal wieder unterbesetzt. Als in Hamburg 128 Nazis von 10000 Gegendemonstranten umstellt wurden, war die Polizei aber sowas von präsent! Und plötzlich viel den Polizeiführern auch wieder ein, wofür man diese komischen großen Autos mit dem Gartenschlauch auf dem Dach und dem Hühnerdraht vorm Fenster gut sein könnten.

    Bei jeder Kurden-Demo tritt die Polizei gut informiert und hochgerüstet wie für den 3. Weltkrieg zum Dienst an. Nur von Ort, Anzahl und Intention von Nazi-Demos werden sie immer wieder überrascht, seit 1923. Damals, beim Marsch auf die Feldherrenhalle, haben deutsche Polizisten zum letzten Mal auf Nazis geschossen. Aber selbst damals haben sie nicht richtig getroffen.