21.01.19 28.01.19
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Setzers Abende

  • Natürlich ist die Konkurrenz nicht kleiner geworden, und gerade 2018 sind ein paar hochtalentierte Kandidaten (Brasilien!) hinzugekommen. Aber wenn es hart auf hart geht, zeigt der türkische Präsident ganz locker, dass er immer noch zu den ganz großen politischen Bekloppten zählt. Jetzt hat er die französische Polizei kritisiert wegen ihres Vorgehens gegen die sogenannten Gelbwesten.

    Mit Erdogans Vorgeschichte möchte man meinen: Das war ihm alles zu lasch, Demonstrationsverhinderung, bei der nicht geschossen oder halbtot geprügelt wird, ist dem größten aller Türken einfach lulli. Aber nein, er hat die Härte der Polizei bei ihrem Einsatz kritisiert.

    Erdogan als Verfechter von Meinungs- und Demonstrationsrechten - was kommt als nächstes? Sahra Wagenknecht verlangt, Moral über taktisches Verhalten zu stellen? Alexander Gauland fordert Geschichte als Pflichtfach? Donald Trump nennt seinen Ex-Außenminister dumm?

    Früher motivierte der Kampf gegen "die da oben" auch die Annahme, dass man gegen eine weltweit organisierte Elite antrete. Das hat sich seit einigen Jahren erledigt. Die Vermutung, dass sich die besten und klügsten Köpfe um politische Verantwortung bemühten, ist - nun ja: bestenfalls eine Vermutung, immer seltener durch die Wirklichkeit untermauert.

    Während der Anteil der braven Dummbatzen (jene PolitkerInnen, die instinktiv immer alles versemmeln, sagen wir: die Theresa May-Fraktion) immer weiter abnimmt, scheint die Menge der skrupellosen Schlitzohren, Moralapostel, der Selbstbereicherer, Lügner, Idioten und Mörder jährlich zuzunehmen. Natürlich wird diese Gruppe (noch) unangefochten von Donald Trump angeführt. Aber der Nachwuchs ist ihm hart auf den Fersen.

    Ich jedenfalls hab' in diesem Jahr mein "konkret"-Abo erneuert und das Saufen wieder angefangen. Die Motive waren identisch: Weltflucht.